PYROINC ist eine spezielle und äußerst robuste Wärmebildkamera-Serie für Feuerräume, die hohe Temperaturen in Echtzeit zwischen 400 °C und 1800 °C misst. Die motorisch fokussierbare Boreskop-Optik ist durch ein Saphirfenster geschützt. Der schlanke und robuste Edelstahl-Sondenkühlmantel der Kamera kann außerdem zusätzlich mit Luft oder Wasser gekühlt werden.
Beispielanwendungen:
Der Sondenkühlmantel kann direkt durch eine Öffnung in der Brennraumwandung eingefahren werden. Die kleine Eintrittsöffnung der Optik ist luftgespült. Zusammen mit einer automatischen Rückzugsvorrichtung wird gewährleistet, dass das System den hohen Temperaturen und speziellen Anforderungen am Einsatzort standhält. Der vordere Teil des Mantels widersteht Temperaturen um 1800 °C. Durch den kamerainternen Webserver ist ein Remote-Zugriff jederzeit möglich. So können bequem eine Fernwartung durchgeführt oder auchThermografie-Daten und aktueller Betriebszustand abgerufen werden.
Das physikalische Optimum: Warum die 3,9 µm-Wellenlänge den entscheidenden Unterschied in Ihrer Temperaturmessung macht
In der industriellen Prozessüberwachung ist die Infrarot-Thermometrie ein Standard – doch Standard-Wellenlängen stoßen oft an ihre physikalischen Grenzen. Wenn Verbrennungsgase, Wasserdampf oder CO2 die Sicht trüben, liefern herkömmliche Infrarotkameras oder Pyrometer oft nur die Temperatur der Atmosphäre, nicht die Ihres Produkts. Die Lösung liegt in einem präzise gewählten Spektralbereich: 3,9 µm.
Die Physik hinter der Präzision: Das „Atmosphärische Fenster“
Ein Blick auf das Emissionsspektrum typischer Verbrennungsprodukte verdeutlicht das Problem: Gase wie Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O) besitzen ausgeprägte Absorptionsbanden, in denen sie Infrarotstrahlung fast vollständig blockieren oder selbst stark emittieren.
Bei einer Wellenlänge von 3,9 µm tritt jedoch ein entscheidendes Phänomen auf: Der Emissionsgrad dieser Gase sinkt gegen Null. In diesem schmalen Band wird die Atmosphäre für den Sensor nahezu transparent.

Ihre Vorteile durch die 3,9 µm-Technologie:
- Messung durch Flammen hindurch: In befeuerten Öfen emittieren die heißen Gase der Flamme im Standard-Infrarotbereich massiv. Ein 3,9 µm-Sensor „sieht“ durch diese Flammenfront hindurch und erfasst direkt die thermische Strahlung des dahinterliegenden Werkstücks oder der Ofenwand.
- Eliminierung von Distanzfehlern: Bei Messungen über große Entfernungen führt die Luftfeuchtigkeit (H2O) oft zu Signalverlusten. Da 3,9 µm außerhalb der Wasser-Absorptionsbanden liegt, bleibt Ihr Messsignal auch über weite Strecken stabil und präzise.
- Höhere Genauigkeit bei Metallen und Keramiken: Physikalisch bedingt ist der Emissionsgrad vieler technischer Oberflächen bei kürzeren Wellenlängen stabiler und höher als im langwelligen Bereich (z. B. 8–14 µm). Dies reduziert Fehler durch Hintergrundreflexionen und sorgt für eine linearere, verlässlichere Temperaturkurve.
Fazit für den Anwender
Die Wahl eines Sensors im 3,9 µm-Bereich ist eine Entscheidung für Prozesssicherheit. Sie ermöglichen Bilder durch Flammen, minimieren systematische Messfehler, reduzieren Ausschuss durch Fehlinterpretationen der Temperatur und optimieren die Energieeffizienz Ihrer Anlagen.
Setzen Sie auf Messtechnik, die Physik versteht. Setzen Sie auf 3,9 µm.







